Archiv für die Kategorie ‘Beistand’


21. März 2011

Wie können wir in Japan helfen?

Emotionale Erschütterung ist die eine Sache. Aktives Handeln die andere. Die Kunst: Das eine mit dem anderen sinnvoll zu verbinden – so dass sich etwas zum Besseren verändern kann.

Es gibt viele Arten, wie wir jetzt in Japan helfen können. In unserer Familie sind wir übereingekommen, dass wir möglichst schnell und möglichst konkret denen beistehen wollen, die jetzt ohne Dach und schutzlos in Notunterkünften leben.

Eine beeindruckende Aktion ist Shelterbox – bestens erklärt unter http://www.shelterbox.de

Mit den Boxen bekommen die Menschen im Norden Honshus genau das, was jetzt gerade zum Überleben wichtig ist. Spenden können Sie direkt auf der angegebenen Website – aber auch mit persönlichem Bezug: Die Frau @ApfelMuse (die engagierte Unternehmerin Andrea Juchem) hat mit Hilfe von Twitter und betterplace.org eine entsprechende Sammelaktion für Shelterbox gestartet:

http://de.betterplace.org/groups/ShelterBox2_Japan

Dorthin haben wir auch gespendet und lassen unsere guten Wünsche mit den Boxen in den Osten reisen…

Eine weitere Shelterbox-Aktion, die ich aus Twitter kenne, ist die von @mellcolm:

http://de.betterplace.org/groups/shelterbox_mellcolm_friends

Minasan gambare!


02. Juli 2010

Was ist wichtig?

Abgelegt in Beistand, wertvoll

In dieser Woche ist unser Herr Sohn nach 15 Tagen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Es war eine chaotische und sorgenvolle, aber auch eine lebendige und sehr wertvolle Zeit – letztere konnten wir klarer erkennen, als kluge Menschen die fiese Borreliose erst einmal diagnostiziert hatten.

Jetzt bin ich froh, dass er wieder bei uns ist. Dass er ganz gesund gestern seinen 11. Geburtstag feiern konnte. Und ich habe ganz neu schätzen gelernt, was in normalen Alltagszeiten so oft unsichtbar bleibt. Besonders im Gedächtnis bleiben werden mir

- die wunderbaren Menschen, die in der unsicheren Phase an unserer Seite gewacht haben, nah und fern, auf Twitter und in emails, telefonisch und persönlich. Danke!

- die vielen Stunden im Krankenhaus, die das Tempo aus meiner normalen Lebensgeschwindigkeit genommen und mir gezeigt haben: Das geht. Und es tut auch gut.

- die Gedanken, die im Alltag wenig Raum haben: über das, was wirklich wichtig ist. Über das, was dem Leben einen Wert gibt. Über die große Zerbrechlichkeit, die so schnell so vieles ändert.

Bleiben wird auch eine tiefe Dankbarkeit für die Zeit, die wir zusammen erleben dürfen.
Und ein größeres Maß an Gelassenheit. Die Welt ist gut – das zeigt sich in schweren Zeiten mit einer anderen Intensität.